Tierisch unterwegs

Und täglich grüsst…

Am letzten Wochenende war ich in Verden an der Aller im Wolfcenter unterwegs. Schon lange wollte ich dort hin um endlich einmal Fotos von Wölfen zu machen. Habe ich auch, aber der Beitrag dazu kommt später irgendwann… Erst möchte ich lieber Fotos zeigen von den heimlichen Stars des Geheges, den putzigen Murmeltierchen.

Murmeltiere sind extrem scheu doch mittlerweile hat sich der Großteil an die zahlreichen Schaulustigen gewöhnt. Ausschlaggebend dafür ist die permanente Präsenz der neugierigen Zweibeiner am Gehege. Es ist eben ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein ein Murmeltier so nah zu bestaunen. Die kurze und etwas zugespitzte Schnauze zu bewundern sowie die dicht anliegenden Ohren.

 

Es gräbt umfangreiche Gangsysteme, dessen einzelne Tunnel von 10-70 m Länge messen. Mit seinem gedrungenen Körper, den kurzen Beinchen und runden kleinen Ohren ist das Schwarzschwanz Murmeltier bestens für seine unterirdischen Bauvorhaben gerüstet. Die überaus kräftigen Vorderpfoten nutzt das Nagetier um die Erde zu lockern. Dieses Material schleudert es anschließend mit den Hinterpfoten gekonnt aus dem Gang.

„Pfeift“ ein ranghohes Tier, so stürzen alle blitzschnell in den Bau. Gibt ein rangniederes Tier den Laut von sich, so erntet es gar keine Beachtung. Eine Zeit lang gingen Wissenschaftler davon aus, dass sie gezielt Wächter aufstellen, die vor dem Bau „Männchen machen“ und die Umgebung beobachten. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass sich die Nager gerne auf ihren Hinterbeinen ausruhen und auf den Hügeln ihrer Auswürfe sitzen, um die Aussicht zu genießen. *schmunzel

Wenn die Tage im September kürzer werden, der Energiegehalt der Nahrung nachlässt und genügend Fettreserven angefressen sind, begibt sich das Murmeltier mit seiner Familie in die unterirdischen Höhlen, um den Winterschlaf anzutreten. Die wärmeren Außentemperaturen im Frühjahr wecken die Murmeltierkolonie dann wieder sanft aus dem langen Schlaf.  Dann heisst es wieder „Und täglich grüsst das Murmeltier“.

5 Kommentare

  • Barbara

    Liebe Britta
    Wie schön von dir zu hören. Vielen Dank für die tröstenden Worte. Ich habe die Tragweite glaube ich noch gar nicht begriffen. Mein Vater hat auch noch nichts verräumt. Es sieht aus als käme meine Mutter gleich zur Tür rein.

    Dein Blog ist ja allererste Sahne, bin ganz begeistert von den tollen Posts und natürlich von den grandiosen Fotos.

    Murmeltiere kann man beim Wandern in den Bergen ab und zu sehen. Manche sind sehr scheu und andere lassen sich aus der Hand füttern. Eine Murmeltierfamilie hat sich ihren Bau unter der Terasse eines Berghauses (Lämmerenhütte) eingerichtet und bekommt die Küchenabfalle direkt vor den Bau geliefert. Auf jeden Fall sind es überaus putzige Tiere, denen man stundenlang zusehen könnte.

    Lass dich drücken und ganz liebe Grüsse
    Barbara

    • Hansedeern

      In den Bergen würde ich sie auch gerne mal beobachten! Das muss schon toll sein. Es sind ja auch wirklich einnehmende Wesen ;o)

      Danke für dein Lob, ich freu mich das dir mein neuer Blog gefällt! Ohne geht halt nicht….

  • PetraB

    Liebe Britta,
    Murmeltier müsste man sein, einfach die kälte verschlafen 🙂 das wäre absolut meins! Tolle Bilder wahnsinn….
    Liebe Grüße nach HH
    Petra

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